FR 2.0 ALPS: Stefan Wackerbauer in den Straßen von Pau

PAU-AUTOSPORT-GRAND PRIX

Neben den Klassikern Monte Carlo und Macau zählt auch der Straßenkurs im französischen Pau zum absoluten Pflichttermin für jeden angehenden Motorsport-Profi. Red Bull Junior Stefan Wackerbauer feierte am vergangenen Wochenende seine Premiere auf dem extrem engwinkligen und lediglich 2,7 Kilometer kurzen Kurs in der Region Aquitanien.

Wackerbauer nutzte die 60 Minuten des freien Trainings, um sich speziell die zahlreich vorhandenen Bodenwellen des anspruchsvollen Kurses einzuprägen, wurde jedoch mehrfach mit roten Flaggen eingebremst, da zahlreiche Konkurrenten ihre Fahrzeuge in die Leitplanken bohrten.

Bei 35°C Außentemperatur kam der Landshuter von Anfang an gut mit der Strecke klar und war am Ende des Trainings bereits auf dem beachtlichen vierten Platz.

Im samstäglichen Qualifying lief Wackerbauer dann allerdings immer wieder auf langsamere Fahrzeuge auf und kam nicht über die Positionen sechs und fünf in seiner Gruppe hinaus.

“Obwohl ich mehrmals ziemlich viel Abstand zu den anderen Autos gehalten habe, steckte ich auf meinen schnellsten Runden immer im Verkehr. Ein Problem, welches bei dem riesigen ALPS Starterfeld auf der nur 2.7 Kilometer kurzen Strecke kaum vermeidbar ist”, knirschte ein etwas enttäuschter Red Bull Junior, der außerdem im ersten Rennen auch noch auf der ungünstigen, weil schmutzigen Seite der Strecke starten musste.

Wackerbauer startete defensiv ins erste Rennen, kämpfte sich dann aber schnell nach vorne. Obwohl Straßenkurse logischerweise kaum Überholmöglichkeiten bieten, lag der Youngster mit gekonnten, aber auch mutigen Überholmanövern bereits auf der achten Position, als eine Gelbphase den weiteren Vorwärtsdrang des 16-Jährigen einbremste. Nur knapp hinter seinem erfahrenen Teamkollegen sammelte der amtierende Formula BMW Talentcup Sieger mit dem achten Rang die ersten Meisterschaftspunkte.

Ins zweite Rennen startete Wackerbauer von der neunten Position und musste in den ersten Runden abwarten, bis seine neu aufgezogenen Reifen endlich auf Betriebstemperatur waren. Der Red Bull Junior glänzte anschließend mit extrem schnellen Rundenzeiten, wurde im weiteren Rennverlauf aber von einem langsameren Vordermann mit Zickzack-Linien mehrmals am Überholen behindert. Wenige Runden vor Schluß bot sich dann endlich eine Lücke, die der überraschte Vordermann aber mit einem brachialen Manöver blockte. Wackerbauer versuchte eine Kollision zu vermeiden, landete dabei aber selbst im Aus.

“Trotz des Ausfalls im zweiten Rennen sehen wir sehr erfreuliche Ansätze: wir waren im dritten Sektor Schnellster, außerdem waren wir von den Rundenzeiten her konstant schnell und konnten die Zeiten der Spitze sehr gut mitfahren. Schade ist nur, dass das Qualifying nicht so geklappt hat, wie wir uns es vorgestellt haben. Durch die mittelmäßige Ausgangsposition hatten wir bereits vor dem Rennen nur noch sehr geringe Chancen auf ein Podium, welches vom Speed her definitiv möglich war. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Rennen in Imola und hoffe, dass wir dort unseren Speed auch im Qualifying umsetzen können!”, zog Stefan Wackerbauer ein positives Fazit seiner Premiere auf dem Straßenkurs von Pau.