Stefan Wackerbauer: Wetterkapriolen beim FR 2.0 Eurocup in Spa

SPA-AUTOSPORT-WORLD SERIES

Typisches Ardennenwetter erwartete die Teilnehmer des FR 2.0 Eurocup Rennens in Spa-Francorchamps am vergangenen Wochenende. Starker Regen wechselte sich mit sonnigen Abschnitten ab und brachte schwierige wechselhafte Streckenbedingungen.

Für Red Bull Junior Stefan Wackerbauer begann gleich der erste Renneinsatz auf dem schwierigen Kurs im freien Training am Freitag auf nasser Strecke. Wackerbauer lernte jedoch schnell, trotzte den widrigen Bedingungen und verblüffte die hochkarätige Konkurrenz bereits im zweiten freien Training mit der zweitschnellsten Zeit.

Ohne den in Spa auf den langen Geraden enorm wichtigen Windschatten eines Vordermannes perfekt zu erwischen, belegte der Landshuter (Gundihausen) anschließend den fünften Rang in seiner Qualifyinggruppe und stand somit als Bestplatzierter des Koiranen Motorsport Teams auf der neunten Startposition des auf Samstag angesetzten ersten Rennens.

Wackerbauer verbesserte sich während der ersten Runden des Rennens auf den siebten Rang, wurden dann allerdings von einer Safety-Car-Phase eingebremst. Nach erneuter Freigabe des Rennens war mit stark abgenutzten Reifen eine weitere Positionsverbesserung nicht mehr möglich und nach einem Aha-Erlebnis in der schnellen Doppellinkskurve “Pouhon” fiel der Red Bull Junior schließlich bis auf den neunten Platz zurück.

“Mein Renningenieur hatte das Setup für das Rennen komplett überarbeitet. Wir hatten dann aber deutlich zu viel Übersteuern und machten unsere Reifen kaputt. So konnte ich meinen Vordermann auch nicht mehr ernsthaft angreifen und wollte meinen siebten Platz nach Hause fahren. In der schnellen Doppellinkskurve “Pouhon” kam ich wenige Runden vor Schluss aufgrund des enormen Übersteuerns auf den äußeren Curb und verlor das Heck. Damit fiel ich bis auf Platz neun zurück”, resümierte Stefan Wackerbauer die Geschehnisse am Samstag.

Plötzlich einsetzender Regen in der ersten Runde des zweiten Qualifyings zwang den amtierenden Formula BMW Talent Cup Champion am Sonntagmorgen zum unplanmäßigen Reifenwechsel in die Box. Ohne die nötige Zeit, das Auto auf Regen abzustimmen, war lediglich ein enttäuschender 36. Startplatz möglich.

Trotz des starken Regens und der enormen Gischt startete die Rennleitung das zweite Rennen regulär. In der starken Gischt konnten die Teilnehmer kaum etwas erkennen und auf der langen Geraden nach der berühmt berüchtigten Eau Rouge kam es zu einer Massenkollision, die auch Stefan Wackerbauer unverschuldet ins Aus warf.

“Da ich wirklich überhaupt nichts sehen konnte, bin ich im vierten Gang über die Gerade gerollt. Plötzlich knallte es und das Rennen war bereits in Runde 1 beendet. Wahrscheinlich hat mich ein herumfliegendes Teil oder ein anderes Auto im Heck getroffen und ich traf dann ein Auto, welches bereits auf der Strecke stand”, lautete das Fazit des sehr kurzen zweiten Rennens bei widrigsten Bedingungen.

Von 22. bis 24. Juni reist Stefan Wackerbauer zum FR 2.0 ALPS Rennen erneut nach Belgien. Hier hofft der talentierte Youngster auf einen ähnlichen Erfolg, wie zuletzt beim Rennen in Imola, welches er mit dem dritten Platz auf dem Podium beenden konnte.